Helmholtz & Friends

Angeregte Gespräche beim Helmholtz & Friends Leadership Lab 2016. Foto: Gundula Krause

Die Wissenschaft von morgen gestalten: Helmholtz & Friends Leadership Lab, Berlin, 14. Juni 2016

Am 14. Juni 2016 kamen rund 100 (Nachwuchs-) Führungskräfte der Helmholtz-Gemeinschaft und ihrer Partnerorganisationen im Helmholtz & Friends Leadership Lab 2016 zusammen, um ihre Vorstellungen von der Wissenschaftsinstitution der Zukunft zu diskutieren.

Zur Kaffeepause entspannen sich die Teilnehmer des Helmholtz & Friends Leadership Lab 2016 auf Sofas und Barhockern an der Theke. Foto: Gundula Krause
Die Teilnehmer des Helmholtz & Friends Leadership Lab 2016. Foto: Gundula Krause

Es war ein besonderer Tag

Um 8:30 Uhr morgens öffneten sich die Türen und die Teilnehmer des Helmholtz & Friends Leadership Lab 2016 betraten die Räume des Haus Ungarn in Berlin. Mit Namensschild und persönlichem Ablaufplan ausgestattet fanden sich Führungskräfte, Wissenschaftler und Personalverantwortliche der Helmholtz-Gemeinschaft und Partnerorganisationen bei einem morgendlichen Kaffee oder Tee zusammen.

Als sich dann die Türen zum Plenum öffneten, war die Verwunderung groß – keine Sitzgelegenheit? Statt einer gewöhnlichen Saalbestuhlung erwartete die Teilnehmer eine erste Überraschung: Papphocker warteten darauf, von den Teilnehmern aufgebaut zu werden und nach kurzer Unsicherheit hatte jeder einen Sitzplatz für sich. Spätestens jetzt war den Teilnehmern des Helmholtz & Friends Leadership Lab 2016 klar: Eine normale Veranstaltung wird das nicht!

Teilnehmer tragen die Papphocker als Sitzgelegenheit zum nächsten Raum beim Helmholtz & Friends Leadership Lab 2016. Foto: Gundula Krause
Papphocker als Sitzgelegenheiten beim Helmholtz & Friends Leadership Lab 2016. Foto: Gundula Krause

Passend zum Thema „Wie wir als Führungskräfte die Wissenschaft von morgen gestalten“ gab das Leadership Lab den Teilnehmern die Möglichkeit, sich eigenverantwortlich mit innovativen Ideen auseinanderzusetzen. Statt Präsentationen und Keynote-Speakern erwartete sie in den Erlebnisräumen eine Toncollage zum Wandel in Wissenschaftsorganisationen, Improvisationsschauspieler, mit denen sie probeweise Situationen und typische Konfliktlösungen durchspielen konnten, eine Interviewsession in der Gruppe sowie ein Partnerinterview zu persönlichen Karriereressourcen.

Kurzbeschreibung der Themen in Arbeit auf einer Metaplaner-Wand beim Helmholtz & Friends Leadership Lab 2016. Foto: Gundula Krause
Themen in Arbeit des Open Space beim Helmholtz & Friends Leadership Lab 2016. Foto: Gundula Krause

Mit neuen Ideen und Impulsen kamen die Führungskräfte der Wissenschaft von morgen aus den Erlebnisräumen und hatten im Open Space die Möglichkeit, ihre eigenen Themen zur Diskussion zu stellen. In zehn Arbeitsgruppen wurde diskutiert, zusammengetragen, wieder verworfen, gefragt und beantwortet und wieder gefragt. Denn für innovative Ideen und Fragestellungen gibt es meist keine klare Antwort.

Roland Koch interviewt die Teilnehmer des Helmholtz & Friends Leadership Lab 2016. Foto: Gundula Krause
Roland Koch interviewt die Teilnehmer des Helmholtz & Friends Leadership Lab 2016. Foto: Gundula Krause

Themen, die in den Erlebnisräumen und im Open Space diskutiert wurden, behandelten beispielsweise die Konflikte zwischen adminstrativem und forschendem Teil in der Wissenschaftsorganisation, die Wirksamkeit von Mentorenprogrammen und die Nachwuchsförderung, die Rahmenbedingungen für forscherische Initiative in den Zentren und natürlich die hohen Anforderungen an die Führungskräfte der Helmholtz-Gemeinschaft durch die ständige Veränderung in der Wissenschaftswelt. Was passiert, wenn sich nichts ändert? Welche Schätze gibt es schon in der Helmholtz-Gemeinschaft, und wie werden diese genutzt?

Foto der Teilnehmer des Helmholtz & Friends Leadership Lab 2016, wie sie beim Open Space in einer Runde diskutieren. Foto: Gundula Krause
Open Space Diskussion beim Helmholtz & Friends Leadership Lab 2016. Foto: Gundula Krause

In der Abschlussrunde wurde von einer Teilnehmerin kritisch geäußert: Im Lab wurden mehr Fragen aufgeworfen, als Antworten gegeben. Aber auch Fragen geben Anregungen und Impulse,  und vor allem Bestärkung weiter zu machen.
Als der Moderator Holger Schmitz die Veranstaltung um 16:30 Uhr beendete, war den Teilnehmern nicht nur die Begeisterung der vielen Netzwerkmöglichkeiten und Auseinandersetzung mit neuen Themen, sondern auch die Erschöpfung anzusehen. Die innovative Gestaltung der Wissenschaftsorganisation von morgen ist kein Kinderspiel, aber aus den gegebenen Ressourcen durchaus zu schaffen. Klar ist aber auch: Für so eine besondere Aufgabe braucht es eben auch besondere Veranstaltungen.

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