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Heike Graßmann und Georg Teutsch über Talentmanagement und Nachwuchsförderung in der Wissenschaft

Talentmanagement spielt eine große Rolle in der Helmholtz-Gemeinschaft. Hier beschreiben Heike Graßmann, Administrative Geschäftsführerin des UFZ, und Georg Teutsch, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des UFZ, warum strategisches Talentmanagement in der Wissenschaft so wichtig ist.

Warum ist auch in der Wissenschaft ein strategisches Talentmanagement heutzutage unabdingbar?

Wissenschaftsinstitutionen befinden sich in einem steten Wandel. Ob Globalisierungs- oder Digitalisierungsprozesse oder auf fachlicher Ebene die Entwicklung neuer Instrumente, Methoden und Programme sowie die Möglichkeit der Auswertung riesiger Datenmengen – all dies bringt für die Mitarbeitenden und Führungskräfte neue und komplexe Anforderungen mit sich. Um auf diese zu reagieren, bedarf es einer sorgfältigen Trendbeobachtung sowie einer Unternehmenskultur der kontinuierlichen Weiterentwicklung. Sowohl das entfristete Personal muss „für die Zukunft gewappnet sein“, um hier bestmöglich auf Veränderungen eingestellt zu sein, aber auch die Entwicklung des Nachwuchses muss unter diesen Aspekten kontinuierlich reflektiert und angepasst werden. Talentmanagement ist daher ein elementarer Bestandteil unserer UFZ-Kultur.

Wie können die Wissenschaftsorganisationen ihren Nachwuchs in der Karriereplanung noch besser unterstützen?

Unserem Selbstverständnis nach muss Nachwuchsförderung vor allem die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Blick haben. Das UFZ setzt daher auch über seine Graduiertenschule HIGRADE auf den frühen, vor allem individuellen Dialog mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs, um geeignete Karriereoptionen innerhalb wie außerhalb der Wissenschaft aufzuzeigen. Für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, bedarf es vor allem des Zugangs zu verschiedenen Netzwerken, Kooperationspartnern und Stakeholdern ebenso wie attraktiver Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft.

Basierend auf Ihren persönlichen Erfahrungen: Was zeichnet eine gute Führungskraft in der Wissenschaft aus?

Gute Führungskräfte in der Wissenschaft zeichnen die gleichen Eigenschaften aus wie gute Führungskräfte außerhalb der Wissenschaft, z.B. Vision, Integrität, Motivationsvermögen, Entscheidungswillen, Empathie, Offenheit für Veränderungen und Feedback, aber auch Pragmatismus und Mut. Der Erfolg unseres Zentrums wird maßgeblich vom Können, Engagement und der Kreativität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestimmt. Diese zu fördern, aber auch zu fordern, ist die wichtigste Aufgabe unserer Führungskräfte.

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