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Helmut Dosch über Talentmanagement und Nachwuchsförderung in der Wissenschaft

Talentmanagement spielt eine große Rolle in der Helmholtz-Gemeinschaft. Hier beschreibt Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums, warum strategisches Talentmanagement in der Wissenschaft so wichtig ist.

Warum ist auch in der Wissenschaft strategisches Talentmanagement heutzutage unabdingbar?

Strategisches Talentmanagement richtet die Personalentwicklung an langfristigen organisatorischen Entwicklungen aus. Gerade in der Wissenschaft geht es darum, auf lange Sicht zu planen und Erfolge strategisch anzusteuern. Wir stehen einer zunehmenden Internationalisierung und steigendem Wettbewerb um die besten Köpfe gegenüber. Um erfolgreich zu sein, müssen wissenschaftliche Einrichtungen mehr denn je strategisch handeln – auf allen Ebenen. Das strategische Talentmanagement ist ein herausragend wichtiger Baustein davon, denn nur Spitzenkräfte gewährleisten die erforderliche wissenschaftliche Exzellenz.

Wie können die Wissenschaftsorganisationen ihren Nachwuchs in der Karriereplanung noch besser unterstützen?

Wenn wir das Helmholtz-Umfeld betrachten, können wir bereits eine hervorragende Nachwuchsförderung vorweisen. Dazu gehören verschiedene Instrumente, wie Mentoringprogramme, Nachwuchsgruppen- oder Postdoktorandenförderungen. Daher wäre es für mich von vorrangiger Bedeutung, die bislang existierenden Maßnahmen noch weiter zu optimieren und auf die Bedürfnisse der Nachwuchskräfte einzustellen, bevor der Strauß der Maßnahmen vergrößert wird. Dies sollte uns am besten durch intensiven Dialog und Erfahrungsaustausch gelingen.

Basierend auf Ihren persönlichen Erfahrungen: Was zeichnet eine gute Führungskraft in der Wissenschaft aus?

Eine Führungskraft in der Wissenschaft zeichnet zuallererst aus, dass sie auf einem Gebiet eine internationale angesehene Expertin ist. Es ist Grundbedingung, dass sie nach innen und außen Autorität besitzt. Dadurch wird es erst möglich, dass sie in ihrem wissenschaftlichen Arbeitsumfeld das freie Denken der Beschäftigten mit Blick auf die strategische Ausrichtung einer Institution und wissenschaftliche Kreativität fördert und die besten Köpfe anlockt.

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