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Klaus Hamacher über Talentmanagement und Nachwuchsförderung in der Wissenschaft

Talentmanagement spielt eine große Rolle in der Helmholtz-Gemeinschaft. Hier beschreibt Klaus Hamacher, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands am DLR, warum strategisches Talentmanagement in der Wissenschaft so wichtig ist.

Warum ist auch in der Wissenschaft ein strategisches Talentmanagement heutzutage unabdingbar?

Hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum richtigen Zeitpunkt für die relevanten Aufgaben verfügbar haben, das ist eine der großen Herausforderungen für Wissenschaftsorganisationen, die zunehmend im nationalen wie internationalen Wettbewerb stehen. Im „War for Talents“ ist deshalb strategisches Talentmanagement in Gewinnung, Entwicklung und Halten von „High Potentials“ kritischer Erfolgsfaktor.
War for Talents, verstärkter nationaler wie internationaler Wettbewerb in der Wissenschaft erfordert die Besten Potentiale ausschöpfen, Anforderungen der Einrichtungen und Potentiale/Neigungen der Nachwuchskräfte in Einklang bringen.

Wie können die Wissenschaftsorganisationen ihren Nachwuchs in der Karriereplanung noch besser unterstützen?

Neben vielfältigen  Karrierewegen müssen Wissenschaftsorganisationen verstärkt eine potentialorientierte Personalentwicklung etablieren, die sich auf die individuelle, anforderungsgerechte Förderung von „personal skills“ ausrichtet.  Das ist einer der Eckpfeiler für ein strategisches Talentmanagement.
Wir sprechen auch gerne von nachhaltigem Personalmanagement: Dieses sucht schon heute das passende Personal für die Zukunft, fördert und qualifiziert es zusätzlich und positioniert seine Talente an relevanten Schlüsselpositionen. Dabei spielt das strategische Talentmanagement eine zentrale Rolle. Hier wird auch wichtig, was vom Einzelnen als Karriere verstanden wird – sind es „nur“ die klassischen Führungspositionen, die als Karriere bezeichnet und empfunden werden? Oder sind auch Umfang an inhaltlicher Verantwortung oder die Bedeutung durch Hochspezialisierung im zukünftigen Wertesystem relevante Größen einer Karriere?
Ich meine JA! Deshalb gilt es hier, weitere Optionen zu schaffen.

Basierend auf Ihren persönlichen Erfahrungen: Was zeichnet eine gute Führungskraft in der Wissenschaft aus?

Die Erfüllung der Helmholtz-Mission, große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch strategisch-programmatisch ausgerichtete Spitzenforschung zu bearbeiten, führt zu einer zunehmenden Komplexität der Forschungsthemen. Das erfordert Führungskräfte, die in der Lage sind, Teams zu leiten und mit internen und externen Partnern in Kooperationen zusammenzuarbeiten. Eine gute Führungskraft in der Wissenschaft muss deshalb zunehmend durch wissenschaftliche Exzellenz und als „Teamplayer“ überzeugen.
Zusätzlich werden Veränderungen der Arbeitswelt – steigende Diversität, steigende Individualisierung der Arbeitsgestaltung – neues Führungsverhalten erfordern: hin zu Management von Komplexität, Veränderung und Agilität.

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