Helmholtz & Friends

MdB Krista Sager am Rednerpult des Deutschen Bundestages

Krista Sager: Das Teilen von Erfahrungen ist keine Einbahnstraße

Warum die wissenschafts- und forschungspolitisch erfahrene und engagierte Politikerin Krista Sager als Mentorin die Helmholtz-Akademie für Führungskräfte unterstützt.

Warum die wissenschafts- und forschungspolitisch erfahrene und engagierte Politikerin Krista Sager als Mentorin die Helmholtz-Akademie für Führungskräfte unterstützt.

Krista Sager war von 1997 bis 2001 Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg. In dieser Funktion entwickelte sie u.a. ein Hochschulgesetz, das den Hochschulen mehr Autonomie zusichern sollte. Von 2002 bis 2005 war sie – gemeinsam mit Katrin Göring-Eckardt – Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Danach wirkte sie von 2005 bis 2009 als stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag. Von 2009 bis 2013 war sie wissenschaftspolitische Sprecherin ihrer Fraktion und Obfrau im Bildungs- und Forschungsausschuss des Bundestages. Sie ist u.a. Mitglied im Senat der Max-Planck-Gesellschaft, den Kuratorin der Humboldt Universität zu Berlin und der Akademie der Wissenschaften Hamburg sowie im Stiftungsrat der Leuphana Lüneburg und im Hochschulrat der Universität Mainz.

Frau Sager, Sie sind eine vielbeschäftige Politikerin – dennoch engagieren Sie sich als Mentorin in der Helmholtz-Akademie für Führungskräfte. Wieso ist Ihnen das wichtig?

Ich habe das Glück, mir mein Betätigungsfeld inzwischen aussuchen zu können. Da Wissenschaftspolitik seit Jahren mein besonderes Lieblingsthema ist, macht es mir sehr viel Spaß, mich in wissenschaftlichen Gremien oder in wissenschaftspolitischen Zusammenhängen ehrenamtlich zu engagieren. Wissenschaftspolitik ist ja leider ein Bereich, der nicht sehr populär ist, aber hochkomplex und gleichzeitig unterbewertet. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Mentorship immer eine Win-win-Situation ist, von der beide Beteiligten profitieren. Das Teilen von Erfahrungen und Kenntnissen ist keine Einbahnstraße.

Was überzeugt Sie am Mentoring-Programm und dem Angebot der Helmholtz-Akademie für Führungskräfte?

Ich finde, dass Programm hat sehr viel zu bieten an Qualifikationsangeboten, Networking etc.. Es ist professionell strukturiert und begleitet, und es ist auch ernsthaft in Bezug auf die Zertifizierung. Gleichzeitig ist das Feedback der Beteiligten gefragt, d.h. es gibt eine Bereitschaft für zukünftige Durchgänge dazuzulernen. Besonders gefallen hat mir die Öffnung für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Hochschulen, z.B. für Juniorprofessorinnen und -professoren.

Warum ist ein systematisches Talentmangement für Wissenschaftsorganisationen heutzutage unabdingbar?

Die Qualifikationen, die im Wissenschaftsbereich und vor allem im Wissenschaftmanagement verlangt werden, sind in den letzten Jahren immer anspruchsvoller und vielseitiger geworden. Gleichzeitig fehlen im Wissenschaftssystem an vielen Stellen gerade Menschen mit diesen Qualifikationen und Erfahrungen.

Umso wichtiger ist es, angehende und jüngere Führungskräfte auf diese Aufgaben vorzubereiten und sie zu unterstützen. Es ist im ureigensten Interesse von Wissenschaftsorganisationen, sich hier in Zukunft gut aufstellen zu können. Deshalb sind solche Maßnahmen gut investiertes Geld.

Warum ist die Helmholtz-Gemeinschaft aus Ihrer Sicht ein guter Arbeitgeber, insbesondere in Hinblick auf Talentmanagement und Personalentwicklung

Diese Frage sollten lieber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gesellschaft beantworten. Die Helmholtz-Gemeinschaft hat sehr stark von den jahrelangen Aufwüchsen aus dem „Pakt für Forschung und Innovation“ profitiert. Das ist Chance und Verpflichtung zugleich. Die Helmholtz-Gemeinschaft kann es sich leisten, mit anspruchsvollen Konzepten der Personalentwicklung voranzugehen. Damit kann sie Impuls- und Ideengeber für das gesamte Wissenschaftssystem sein. Gleichzeitig sollte sie dabei eben auch offen sein für ihre wichtigsten Partner: die Universitäten.

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