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Motivationen Internationaler Nachwuchswissenschaftler an deutschen Hochschulen (MIND)

Warum kommen Studierende aus dem Ausland an deutsche Hochschulen? Wie zufrieden sind sie mit ihren Lebens- und Studienbedingungen? Diese Fragen untersucht eine vom BMBF in Auftrag gegebene Studie aus dem Jahr 2015.

Fast jeder zehnte Mitarbeiter an deutschen Hochschulen ist kein deutscher Staatsbürger. Hinzu kommen über 56.000 Stipendiaten und geförderte Gastwissenschaftler/-innen aus dem Ausland, die für mehrere Monate oder auch Jahre an deutschen Hochschulen forschen und lehren.

Die deutschen Hochschulen punkten bei internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit attraktiven Forschungsbedingungen, einer guten Arbeitsatmosphäre und Gleichberechtigung. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie, die das Institut für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (heute Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung) 2015 im Auftrag von GATE-Germany an deutschen Hochschulen durchgeführt hat. GATE-Germany ist ein Konsortium für internationales Hochschulmarketing des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Für die Studie „Motivationen Internationaler Nachwuchswissenschaftler an deutschen Hochschulen“ (MIND) wurden promovierte internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu ihren Entscheidungsmotiven, ihrer beruflichen und sozialen Integration und ihren Karriereabsichten befragt. Finanziert wurde die Studie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Infografik über die wichtigsten Motive, warum sich internationale Wissenschaftler für den Forschungsstandort Deutschland entscheiden.
Warum sich internationale Wissenschaftler für den Forschungsstandort Deutschland entscheiden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die MIND-Studie bietet umfassende Informationen über die Arbeitssituation, Zufriedenheit, Motive und Ziele internationaler Nachwuchswissenschaftler/-innen an deutschen Hochschulen. Zudem ermöglicht sie Handlungsfelder zur Verbesserung von Service-, Rekrutierungs- und Personalentwicklungsstrategien zu identifizieren. Die konkreten Rahmenbedingungen – sprich die Expertise der zukünftigen Vorgesetzten und Kollegen, die Forschungsinfrastruktur und die Reputation der Hochschule beziehungsweise des Institutes – sind die bedeutendsten Pull-Faktoren für internationale Nachwuchswissenschaftler/-innen, so ein Ergebnis der Studie. Dies gelte unabhängig davon, in welchem Fach die Wissenschaftler/-innen forschen und in welcher Karrierephase sie sich befinden. Die Reputation des Wissenschaftsstandortes Deutschland hat jedoch im Vergleich zu den konkreten Rahmenbedingungen eine geringere Bedeutung für die Entscheidungsfindung der Wissenschaftler/-innen. Außerdem wird der Reputation Deutschlands, je nach Fachgebiet, eine unterschiedliche Bedeutung beigemessen. So spielt sie für Chemiker, Ingenieure und Physiker eine wesentlich größere Rolle als beispielsweise für Wissenschaftler/-innen aus den Sozial-, Wirtschafts-, Geistes- und Kulturwissenschaften. Und der Kultur- und Freizeitwert des Standortes ist für die Entscheidungsfindung weniger relevant als die Rahmenbedingungen.

Hier geht’s direkt zur Studie.

 

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