Helmholtz & Friends


Sabine Helling-Moegen über Talentmanagement und Nachwuchsförderung in der Wissenschaft

Talentmanagement spielt eine große Rolle in der Helmholtz-Gemeinschaft. Hier beschreibt Sabine Helling-Moegen, Administrativer Vorstand des DZNE, warum strategisches Talentmanagement in der Wissenschaft so wichtig ist.

Warum ist auch in der Wissenschaft ein strategisches Talentmanagement heutzutage unabdingbar?

Talentmanagement ist das zentrale strategische Thema in der Wissenschaft. Ohne die Kreativität und Innovationsfähigkeit der Menschen kann es keinen wissenschaftlichen Erfolg geben. Ohne die richtigen Leute auf den richtigen Positionen läuft jede Strategie ins Leere.
Die hohe Dynamik der Wissensgenerierung, des Wettbewerbs, der sich verändernden Rahmenbedingungen und nicht zuletzt der demographische Wandel machen es zur wichtigsten Aufgabe einer Forschungsorganisation, mit strategischen Maßnahmen brillante und engagierte Talente an sich zu binden und weiterzuentwickeln.
Gerade für die Helmholtz-Gemeinschaft, die wissenschaftliche Exzellenz mit Strategie verbindet und hochkomplexe Systeme unter Einsatz von Großgeräten und wissenschaftlichen Infrastrukturen erforscht, ist es die zentrale Aufgabe, ihre Talente richtig einzusetzen, nicht nur in der Wissenschaft, sondern gerade auch an den strategischen Funktionen im Infrastrukturbereich und im Management.

Wie können die Wissenschaftsorganisationen ihren Nachwuchs in der Karriereplanung noch besser unterstützen?

Sie sollten Ihnen zuerst die Freiheit geben, ihre Fähigkeiten voll ausschöpfen zu können. Gleichzeitig müssen sie klar und deutlich die Spielregeln und die Ziele, die es zu erreichen gilt, kommunizieren. Hierzu gehört auch ein systematisches und ehrliches Feedback auf dem Weg dorthin.
Das gelingt letztlich nur über eine verantwortungsvolle Führungskultur, die durchgängig in der Organisation gelebt werden muss.

Basierend auf Ihren persönlichen Erfahrungen: Was zeichnet eine gute Führungskraft in der Wissenschaft aus? 

Freiraum für die optimale Entfaltung der Kreativität in der Wissenschaft ist ein absolutes Must. Aber entscheidend ist es,  dem Nachwuchs Orientierung zu geben, ehrliches Feedback und am Ende auch loszulassen, ohne fallen zu lassen.

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