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Studie „Personalentwicklung für den wissenschaftlichen Nachwuchs 2016“ des Stifterverbandes veröffentlicht

Seit einigen Jahren befasst sich der Stifterverband regelmäßig mit der Personalentwicklung für den akademischen Nachwuchs. Unlängst erschien die neue Studie zu diesem Thema, die der Stifterverband zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DHZW, früher HIS-Institut für Hochschulforschung) durchgeführt hat und die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt wird.

In der Studie des Stifterverbands und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DHZW) wird Personalentwicklung sowohl von der Anbieter- wie auch der Nutzerseite beleuchtet: befragt wurden alle Hochschulen mit Promotionsrecht und einige Einrichtungen der vier großen außeruniversitären Forschungsorganisationen wie auch Nachwuchswissenschaftler/innen an diesen Einrichtungen, die sich zu ihren persönlichen Erfahrungen und Bedarfen im Bereich Personalentwicklung äußerten. Zentrale Punkte der Studie berichtet hier Mathias Winde für den Stifterverband.

Worum geht es in der Studie? 

Unsere Studie befasst sich mit allen Fragen rund um das Thema Personalentwicklung für Nachwuchswissenschaftler. Unser Partner, das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsentwicklung, hat rund 3.400 junge Wissenschaftler/innen befragt, der Stifterverband Hochschulen mit Promotionsrecht und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Studie gibt einen Einblick, wie aus individueller, wie aus institutioneller Perspektive die Vorbereitung auf zukünftige Karriereschritte beurteilt werden. Die Befragung wurde zum zweiten Mal durchgeführt, so dass wir die Entwicklung zwischen 2012 und 2015 aufzeigen können.

Bemerkenswerte Ergebnisse 

In Diskussionen über Karrierewege von Nachwuchswissenschaftlern/innen wird ein Wechsel in die Industrie oder zu anderen Arbeitgebern häufig als Scheitern dargestellt, wahlweise als persönliches Scheitern oder als Folge der schlechten Beschäftigungsverhältnisse in der Wissenschaft. Unsere Studie zeigt, dass viele Nachwuchswissenschaftler/innen schon zu Beginn ihrer wissenschaftlichen Qualifikation das Ziel haben, die Wissenschaft später wieder zu verlassen. Und das ist gut so, denn in den Forschungs – und Entwicklungsabteilungen der Unternehmen arbeiten nach wie vor die meisten Forscherinnen und Forscher in Deutschland.

Der Vergleich zur Studie von 2012: Wie stellt sich die Entwicklung der akademischen Personalentwicklung dar?

Es gibt viel Positives. Hochschulen investieren mehr in Personalentwicklung, sie erreichen mehr Nachwuchswissenschaftler/innen und sie planen, mehr durchgängige Karrierewege und unbefristete Stellen zu schaffen. Die Professor/innen ziehen allerdings nicht überall mit. Knapp zwei Drittel der Hochschulen haben angegeben, dass die Professor/innen Personalentwicklung zu wenig unterstützen.

Zur Situation des Nachwuchses in Wissenschaftseinrichtungen

Mit höheren Gehältern und unbefristeten Verträgen sind Unternehmen attraktive Arbeitgeber. Sie stehen damit in Konkurrenz zu den staatlichen Wissenschaftseinrichtungen. Dieser Wettbewerb um die klügsten Köpfe führt erkennbar dazu, dass Hochschulen ihre Angebote für Nachwuchswissenschaftler ausbauen, beispielsweise durch mehr Tenure Track-Professuren. Wir haben also Belege dafür gefunden, dass die Hochschulen die Beschäftigungssituation des wissenschaftlichen Nachwuchses verbessern möchten.

Mehr zur Studie und ihren Ergebnissen

 

 

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